Unterricht (nicht nur in der Grundschule) anders denken

Dieser Fortbildungskurs gibt eine Übersicht über einige wichtige Aspekte des sich in den nächsten Jahren weiter verändernden Unterricht.  Auch im Hinblick auf den geforderten inkludierenden Unterricht möchte ich ein paar Erfahrungen vermitteln, in welche Richtung sich Unterricht weiter entwickeln sollte.

  • Richtige Lösungen sind wichtiger als Fehler. Lehrkräfte sollten das Können der Schüler mehr in den Vordergrund stellen und ihre Leistungen und ihr Verhalten möglichst oft loben.
  • Immer mehr muss auch der Leistungsvergleich innerhalb einer zufällig zusammengesetzten Klasse dem individuellen Leistungsvergleich weichen, um Lernfortschritte zu verdeutlichen.
  • Die in vielen Klassen auch immer größer werdenden Leistungsunterschiede fordern zudem eine mehr qualitative als quantitative Beurteilung von Schülerleistungen. Die Anzahl der Fehler wird dabei abgelöst durch eine qualitative Auswertung der falschen Lösungen.
  • Lehrkräfte geben individuelle und gezielte Hilfen nur dann, wenn sie wissen, an welcher Stelle sie fördern oder fordern müssen. Von vielen Verlagen werden dazu inzwischen auch –die früher nur in der Förderschule verwendeten - Einstufungstests angeboten, die exakte Hinweise zum Leistungsstand und zum Förderprogramm anbieten.
  • Lehrkräfte, die es dann schaffen, möglichst viele Schülerinnen und Schüler zum weitgehend selbstständigen Lernen zu bringen, können sie dort fördern, wo sie stehen.
  • Eine Erleichterung der Lehrerarbeit wird möglich, wenn der Unterricht nicht mehr in Tagen oder Wochen sondern in Unterrichtseinheiten geplant wird. Dann können kann man sich Zeit verschaffen, auf einzelne Schüler oder Gruppen einzugehen.

 


 

 

Zu dieser Fortbildungsveranstaltung sind inzwischen einige Aufsätze in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht worden:

 

  • Verband Bildung und Erziehung (NRW), Service Zeitschriften: http://www.vbe-nrw.de  weiter: Publikationen/ Service Zeitschriften/ Weitere Artikel im Bereich Service/ Zeitschriften: 10.7.2012 Unterricht anders denken...

 

  • E&W Erziehung und Wissenschaft, Niedersachsen (GEW), Heft  9/ 2012, Seite 26 - 27